Werbung mit Zeitungsclips – Was sollte man als Künstler dabei beachten?

Werbung mit Zeitungsclips - Was sollte man als Künstler dabei beachten

Es ist ein schöner Erfolg für jeden Künstler, wenn die Presse über den Künstler und seine Auftritte berichtet. Eine lobende Erwähnung in einem redaktionellen Beitrag ist mehr wert, als fast alle Werbung. Deshalb liegt es nahe, auf der eigenen Website auf all die tollen Zeitungsclips hinzuweisen. So kann man weiteren Nutzen aus den schönen Artikeln ziehen. Was sollte man als Künstler dabei beachten?

Gute PR ist für jeden Künstler Gold wert!

Alle Zeitungsartikel sind urheberrechtlich geschützt. Dies gilt sowohl für den Text als auch für Layout und Grafiken. Die Verlagshäuser lassen sich in aller Regel sämtliche Rechte übertragen, Ansprechpartner für die Verwendung der Artikel ist daher nicht mehr der Autor, sondern der Verlag. Wer einen Zeitungsartikel vervielfältigt, z.B. scannt und im Internet auf einer Website zur Ansicht/zum Download zur Verfügung stellt, benötigt dafür die Zustimmung des Berechtigten (also regelmäßig des Verlages).

Kopien für den eigenen privaten Bedarf sind ausdrücklich zugelassen, Kopien für Werbezwecke fallen nicht unter diese Ausnahme. Für die Bereitstellung auf der Website eines Unternehmens gibt es ohnehin keine Ausnahme. Eingescannte oder auf sonstige Weise vervielfältigte Ausgaben eines Zeitungsartikels einschließlich Bildern dürfen daher nur mit Zustimmung des Verlages auf der Website eines Unternehmens veröffentlicht werden.

 

Verlinkung zum Original

Ganz viele Zeitungsartikel werden vom Verlag selbst in Online-Ausgaben veröffentlicht. Solange ein Artikel online ist, kann ohne Nachfrage darauf verlinkt werden. Die Gerichte haben mehrfach darauf verwiesen, dass der Verlag in diesem Fall die Möglichkeit hat, die Verlinkung technisch zu unterbinden. Solange dies nicht geschieht, kann uneingeschränkt verlinkt werden. Links gehören schließlich zu den fundamentalen Funktionen des World Wide Web.

Darüber hinaus kann man die Zeitungsartikel mit Fundstelle aufzählen und damit auf die Resonanz in den Medien hinweisen. In gewissem Umfang kann man auch zitieren. Zitat ist allerdings nicht die vollständige Wiedergabe von Text und Bild. Ein Zitat ist nur dann zulässig, wenn auf der Webseite ein eigener Text eingestellt wird, in dessen Rahmen kleinere Passagen aus den Zeitungsartikeln zum Beleg oder zum besseren Verständnis der eigenen Ausführungen verwendet werden. Auf das Recht der Zitierfreiheit kann man sich nicht berufen, wenn es nur um die Sammlung von einzelnen Sätzen oder Bildern aus Zeitungsartikeln geht. Beim Zitat muss stets der eigene Text, die eigene Aussage im Vordergrund stehen.

 

Ohne Genehmigung geht nichts

Zeitungsartikel ohne Genehmigung des Berechtigten (in der Regel des Verlages) zu übernehmen und im Web zu veröffentlichen verletzt das Urheberrecht. Folge kann eine teure Abmahnung sein. Dann müssen die Rechtsanwaltskosten der Abmahnung sowie Schadensersatz für die Verletzung des Urheberrechts bezahlt werden. Urheberrechtsverletzungen sind auch strafbar.

Übrigens ist auch jede Veränderung geschützter Werke dem Urheber vorbehalten. Dazu zählen auch Veränderungen der Farben etc. Der Versuch, den Text durch geringe Auflösung unlesbar zu machen, um den Schranken des Urheberrechts zu entkommen, stellt also eine weitere Urheberrechtsverletzung dar, die zusätzlichen Schadensersatz kostet.

 

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